Glashütte – die Uhrmacherstadt

Den Namen soll die Kleinstadt nach einer Glashütte bekommen haben, in der bereits im 12. Jahrhundert Waldglas hergestellt wurde. Nach der Zerstörung der Stadt im 15. Jahrhundert wurde der Ort als „Glaßehutte“ urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurde Glashütte durch die Entdeckung von Silber- und Erzvorkommen in den Rang einer Bergstadt erhoben.

Ferdinand Adolph Lange – Uhrmacher, Erfinder, Unternehmer

Der aus Sachsen stammende Ferdinand Adolf Lange erlernte mit 15 Jahren den Beruf des Uhrmachers. 1845 gründete er die Uhrenmanufaktur A. Lange Dresden, aus der später A. Lange & Söhne wurde. Bekannt wurde das Unternehmen hauptsächlich durch seine Präzisions- und Beobachtungsuhren, Schiffschronometer und Tutima Fliegerchronografen.

In Glashütte hatte sich neben A. Lange & Söhne auch Glashütte Original angesiedelt. Die Uhrmacher stellten rein mechanische Uhren her.

Deutsche Uhrmacherkunst bis zum heutigen Tag

Die Kleinstadt ist seit über 100 Jahren eine wichtige Metropole deutscher Uhrmacherkunst. Und das bedeutet Präzision und erstklassige Qualität, die im Deutschen Uhrenmuseum in Glashütte dokumentiert ist. Das Uhrenmuseum genießt weltweit ein hohes Ansehen. Auf zwei 1.000 Quadratmeter großen Etagen sind über 500 Exponate zu bewundern, von denen viele Ausstellungsstücke exklusiv und einmalig sind.

Besucher entdecken im Museum die Geschichte einer langen Uhrmachertradition. Die Firmengeschichte seit der Gründung durch Ferdinand Adolph Lange bis hin zum heutigen Tag wird dargestellt. Das Uhrmacherhandwerk ist im Museum durch verschiedene Uhrenarten aus mehreren Epochen, nachgestellte Arbeitsplätze sowie Werkzeuge zu sehen. Zudem kann man Interessantes über die Geheimnisse der Zeitmessung erfahren.

Uhren an allen Ecken und Enden

Uhren begegnen dem Besucher in Glashütte überall – im Uhrenmuseum, im Café Uhrwerk oder vorbei an der Grundschule mit dem kleinen Sonnenuhrturm.

Rund um Glashütte

Die Kleinstadt liegt wunderschön im Müglitztal und ist von malerischer Natur umgeben, die zum Wandern und Radfahren einlädt. Ein Wanderhighlight ist der Rabenauer Grund, der entlang der Weißeritz führt. Hier lohnt sich ein Zwischenstopp am Wasserkraftwerk Rabenauer Grund, an dem ein Energielehrpfad eingerichtet ist. Ein Anziehungspunkt für die ganze Familie ist die Talsperre Malter. Die Aussichtsplattform vom Luisenturm auf dem Geisingberg bietet ebenso einen fantastischen Blick auf die Osterzgebirge-Landschaft.

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