Wandern im Osterzgebirge – Was Sie als Allergiker beachten sollten

Das Osterzgebirge lockt mit wohlklingenden Namen wie Drachenkopf, Fuchshübel oder Pöbelknochen, mit Berge die es zu erklimmen gilt, Berge die fordern, fördern und formen. Mit ihren jeweils 8000 Metern sind es keine Wandertouren für Anfänger, denn hierzu bedarf es Kondition, Durchhaltevermögen und Willenskraft. Dies sollte Sie jedoch nicht demotivieren sondern fordern, denn was Ihnen unterwegs begegnet, die Aussichten, die Luft und die Umgebung, lässt sich mit keinem Geld der Welt aufwiegen. Außerdem bietet das Osterzgebirge Wandertouren für jedermann, denn nicht jeder muss gleich die höchsten der Berge erklimmen.
Das Osterzgebirge hat etwas ganz Besonderes, das es zu erforschen und zu erleben gibt. Mit Hilfe dieses Artikels sind Sie gut gewappnet um die Wanderwege zu meistern.

 

Wanderwege die begeistern

 

Jedes Jahr werden im Erzgebirge 2 Wanderwochen durchgeführt, eine im Mai und eine Weitere im September. Das Erzgebirge hat sich in den vergangenen Jahren zum Wanderparadies im Herzen Europas entwickelt. Sanfte Hügel und weit geschwungene Täler machen das Wandern im Erzgebirge zum Erlebnis für Jung und Alt. Egal, ob Sie mit ihren Kindern seltene Pflanzen und Tiere entdecken oder gemeinsam mit rüstigen Senioren auf Wandertour gehen wollen – das Erzgebirge ist genau die richtige Adresse. Rund 5000 Kilometer Wanderwege, die gut ausgeschildert sind, gilt es zu entdecken. Gemütliche Gaststätten laden entlang der Wanderwege zum Essen und Trinken ein. Zudem gibt es zahlreiche Wanderhütten für die Rast und einem urigen Picknick.

 

Allergiker aufgepasst

 

Besonders im Frühjahr und Sommer werden viele Pollenallergiker leiden müssen, denn Hasel, Erle oder Buche beginnen dann zu blühen. Die Pollen von Bäumen, Gräsern und Sträuchern können Allergikern große Probleme verursachen. Zu den Symptomen einer Pollenallergie zählen Ausschlag, tränende Augen, eine laufende Nase und sogar Atemnot. Daher können viele Pollenallergiker aufgrund der hohen Belastung im Frühling kaum durch Wald und Mittelgebirge wandern.

 

Pollenbelastung nimmt mit der Höhe ab

 

Gerade für Pollenallergiker ist Wandern eigentlich der ideale Sport. Denn je höher man steigt, desto geringer ist die Pollenbelastung. Ab 1.000 Höhenmetern nimmt die Pollendichte spürbar ab, wie es Forschungen ergeben haben. Spätestens ab 2.000 Metern über dem Meeresspiegel ist die Dichte so gering, dass kaum ein Allergiker noch Probleme hat. Doch gerade im Frühjahr ist das Wetter noch zu unbeständig, sodass Touren auf der Höhe nicht unbedingt ratsam sind für Allergiker. Im Frühling wandern die meisten deshalb durch Wälder und Mittelgebirge, doch gerade hier ist die Pollenbelastung besonders hoch. Jedoch kann man auch mit einer Pollenallergie seinem Hobby nachgehen. Man muss nur einige Dinge beherzigen.

 

Wander-Tipps für Pollenallergiker

 

Bevor man als Allergiker zu einer Tour aufbricht, sollte man wissen, auf welche Pflanzen man allergisch reagiert. In der Regel kann man mit einem einfachen Test die wichtigsten Allergien prüfen lassen. Da die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen, lohnt es sich, vorher den Pollenflug-Kalender anzuschauen und sich über den aktuellen Stand zu informieren. Hier findet man auch Informationen, in welchen Gebieten – welche Pflanzen besonders häufig vorkommen. Wer seine Allergien kennt, kann die entsprechenden Gebiete einfach umgehen. Lesen Sie hier mehr.

 

Keine hohe Belastung

 

Ist die Allergie zu stark, kann man per Desensibilisierung (der Arzt weiß Rat) versuchen, die Probleme in den Griff zu bekommen. Ansonsten sollte man die Gegenden mit der höchsten Konzentration meiden. Wichtig ist auch, dass die Belastung nicht zu hoch ist. Je tiefer man atmet, desto mehr Pollen können in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen und umso stärker wird die allergische Reaktion. Also sollten Allergiker in Problem-Gebieten die Belastung niedrig halten.

 

Pollenflug ist wetterabhängig

 

Auch das Wetter hat Einfluss auf den Pollenflug. Nach einem Regenguss sinkt die Zahl der Pollen in der Luft. Hier kann man beschwerdefreier an die frische Luft gehen. Weiterhin sollte man als Allergiker beim Wandern die Augen schützen und trotz schlechtem Wetter auch eine Sonnenbrille tragen. Um nach der Wandertour die Pollen wieder loszuwerden, sollte man unbedingt duschen – allerdings nicht zu warm. Das würde die Poren öffnen, und die Pollen könnten tiefer in die Haut eindringen. Wichtig ist, die Haare zu waschen und die Kleider nicht offen herumliegen zu lassen. Ansonsten breiten sich die Pollen in der Wohnung aus.

 

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, und über eine gute Kondition verfügen, steht Ihnen als Allergiker nichts im Weg die Umgebungen des Osterzgebirges in vollen und vorallem Freien (Atem)zügen zu geniessen.
Wir wünschen eine angenehme Wandertour!