Naturschutzgebiete im Ost-Erzgebirge

Mehnert-Bank_im_Rabenauer_GrundNaturschutzgebiete im Ost-Erzgebirge

Als eine der naturbelassensten und schönsten Regionen Deutschlands verfügen das Ost-Erzgebirge und der Landkreis Ost-Erzgebirge-Sächsische Schweiz, zu dem die Region gehört, über nicht weniger als 15 verschiedene Naturschutzgebiete.

Obwohl oder gerade weil viele von ihnen durch Bergbau, Eisenbahnnetz und künstliche Dammlegung stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind, widmet der Freistaat Sachsen ihnen auch besondere Aufmerksamkeit.

Es gilt vor allem eine große Vielfalt an Laubmischwäldern sowie bedrohte Tierarten, etwa Fledermäuse, vor dem Aussterben zu bewahren.

Die bedeutendsten Naturschutzgebiete im Ost-Erzgebirge wollen wir kurz und knapp darstellen.

Weißeritztalhänge

Das Naturschutzgebiet Weißeritztalhänge erstreckt sich über die Städte Tharandt und Dorfhain bis nach Freital-Hainsberg. Auf einer Fläche von 449ha verfügt es über eine große Artenvielfalt an Hangwäldern. In unmittelbarer Nähe fließt die Wilde Weißeritz mit verschiedenen kleinen Nebenbächen.

Die Weißeritzhänge sind natürlicher Lebensraum für Fledermäuse und sind wichtiges Lehr- und Forschungsobjekt der Tharandter Forst-Lehrstätte.

Durch den Eisenbahnbau und die teilweise Durchbohrung der Hänge wurde der Lebensraum für Bäume und Fledermäuse an mehreren Orten zerstört.

Rabenauer Grund

Der Rabenauer Grund südlich von Freital-Hainsberg ist ein 98ha großes, steilwandiges Durchbruchstal der Roten Weißeritz. In diesem Naturschutzgebiet sind Laubmischwälder sowie verschiedene Flusstierarten beheimatet. Durch den Bau der Eisenbahnstrecke durch das Erzgebirge und den Versuch der Energiegewinnung durch Wasser ist das ökologische Gleichgewicht gestört worden und das Hochwasserrisiko hat sich deutlich erhöht.

Grenzwiesen und Fürstenauer Heide

Das Naturschutzgebiet erstreckt sich südlich von Geising bis zur tschechischen Grenze und umfasst eine Fläche von 507ha. Es umfasst vor allem die sogenannte Gründlandgesellschaft, Steinbrücken und Waldgebiete sowie Moorreste, die natürlicher Lebensraum für heimische Vogelarten wie Birkhuhn, Bekassine und den Wachtelkönig sind.

Zwischen 1999 und 2008 war das Naturschutzgebiet in dem Großprojekt „Bergwiesen im Ost-Erzgebirge“ bedeutender Gegensand der Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen der lokalen Naturschützer.

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